Aktuelles

Die aktuellsten Informationen zum Coronoa-Virus finden Sie auf der Website des Bundesamtes für Gesundheit (hier klicken) beziehungsweise beim kantonalen Gesundheitsamt (bitte klicken Sie hier).

Zur Zeit gibt es viele Fragen zur Corona-Virus-Infektion in der Schwangerschaft. Dazu hier Auszüge aus den aktuellen Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG) sowie des Royal College of Obstetricians and Gynaecologists (RCOG) in England:

Coronavirusinfektion und Schwangerschaft

Am 05. August 2020 hat das Bundesamt für Gesundheit („BAG“) Schwangere als Risikogruppe für COVID-19-Erkrankungen eingestuft. Die aktuelle Studienlage zeigt ein erhöhtes Risiko für ungeimpfte Schwangerse hinsichtlich einer Frühgeburt sowie einer Frühgeburt jeweils 2 bis 3 mal höher ist als bei geimpften Schwangeren. Das Risiko eines schweren Verlaufes inklusive Betreuung auf einer Intensivstation liegt bei nicht geimpften Schwangeren bei 5 bis 10 %.

Insgesamt zeigen sich schwerere Krankheitsverläufe vor allem bei Schwangeren im letzten Schwangerschaftsdrittel (3. Trimenon) sowie bei Vorliegen von Risikofaktoren (Diabetes, Übergewicht, Hypertonie, Alter > 35 Jahre).

Aufgrund der aktuellen Datenlage wird davon ausgegangen, daß die Impfung mit den mRNA-Impfstoffen (Biontech/Pfizer und Moderna) auch in der Schwangerschaft absolut sicher ist. Die Impfung (auch die Auffrischungsimpfung, sogenannter „Booster“) wird ab der abgeschlossenen 12. SSW empfohlen. Sollte eine Impfung vor diesem Zeitpunkt oder in der Frühschwangerschaft in Unkenntnis der Schwangerschaft erfolgt sein, ist auch dies kein Anlaß zur Sorge und vollkommen unbedenklich.

Folgende Statements lassen sich aus der bisher publizierten Evidenz zur Zeit ableiten:

  • Für Schwangere ist im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung das Risiko einer Ansteckung mit Sars-CoV-2 um 70 Prozent höher.  Bezüglich Maßnahmen zum Schutz vor Übertragung des Virus gelten zur Zeit dieselben wie für nicht-schwangere Erwachsene gemäss BAG sowie die Impfempfehlungen (siehe oben).
  • Falls es die Arbeit gestattet, wird die Arbeit von zu Hause empfohlen. Sollte dies nicht möglich sein und Sie sich am Arbeitsplatz ungenügend geschützt fühlen, besteht aufgrund der BAG-Entscheidung die Möglichkeit, sie arbeitsunfähig zu schreiben.
  • Es gibt im Moment keine Hinweise, daß das Virus über die Muttermilch zum Baby übertragen werden kann. Daher wird davon ausgegangen, daß die Vorteile des Stillens potentielle Risiken einer Übertragung auf den Säugling bei weitem überwiegen.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und wünschen Ihnen alles Gute und vor allem Gesundheit! Bei Fragen stehen wir selbstverständlich gern zur Verfügung.