Aktuelles

Aufgrund der Corona-Pandemie bitten wir Sie, sich nur in die Praxis zu begeben, wenn Sie keine grippeähnlichen Syptome, Fieber etc. zeigen. Ferner ersuchen wir Sie, Ihre Kinder wenn möglich nicht mit in die Praxis zu bringen.

Die aktuellsten Informationen zum neuartigen Coronoa-Virus finden Sie auf der Website des Bundesamtes für Gesundheit (hier klicken) beziehungsweise beim kantonalen Gesundheitsamt (bitte klicken Sie hier).

Zur Zeit gibt es viele Fragen zur Corona-Virus-Infektion in der Schwangerschaft. Dazu hier Auszüge aus den aktuellen Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG) sowie des Royal College of Obstetricians and Gynaecologists (RCOG) in England:

Coronavirusinfektion und Schwangerschaft

Am 05. August 2020 hat das Bundesamt für Gesundheit („BAG“) Schwangere als Risikogruppe für COVID-19-Erkrankungen eingestuft. Die Studienlage zu dieser Einschätzung ist widersprüchlich, und man kann die vom BAG vorgenommene Einschätzung als Vorsichtsmaßnahme begreifen. Insgesamt zeigen sich schwerere Krankheitsverläufe vor allem bei Schwangeren im letzten Schwangerschaftsdrittel (3. Trimenon) sowie bei Vorliegen von Risikofaktoren (Diabetes, Übergewicht, Hypertonie, Alter > 35 Jahre). Die Sterblichkeit ist im Vergleich zu infizierten Nicht-Schwangeren gleichen Alters und gleichen Risikoprofils nicht erhöht.

Aufgrund neuester Daten wird davon ausgegangen, daß die Impfung mit den mRNA-Impfstoffen (Biontech/Pfizer und Moderna) auch in der Schwangerschaft sicher ist. Allerdings wird die Impfung bisher nur Schwangeren mit Risikofaktoren (siehe oben) empfohlen. Sollte eine Impfung in der Frühschwangerschaft in Unkenntnis der Schwangerschaft erfolgt sein, ist auch dies kein Anlaß zur Sorge und wird als unbedenklich angesehen.

Folgende Statements lassen sich aus der bisher publizierten Evidenz zur Zeit ableiten:

  • Bisher gibt es keinen Hinweis, daß die Ansteckungsrate bei Schwangeren höher ist als bei Nicht-Schwangeren Erwachsenen. Bezüglich Maßnahmen zum Schutz vor Übertragung des Virus gelten zur Zeit dieselben wie für nicht-schwangere Erwachsene gemäss BAG.
  • Falls es die Arbeit gestattet, wird die Arbeit von zu Hause empfohlen. Sollte dies nicht möglich sein und Sie sich am Arbeitsplatz ungenügend geschützt fühlen, besteht aufgrund der BAG-Entscheidung die Möglichkeit, sie arbeitsunfähig zu schreiben.
  • In den bisherig wenig untersuchten Fällen von Sars-CoV-2-Infektion bei Schwangeren konnte kein Hinweis auf eine intrauterine (vertikale) Übertragung zum Fetus nachgewiesen werden. Weder bei den Neugeborenen noch im Fruchtwasser konnte bisher das Virus nachgewiesen werden.
  • Auch gibt es im Moment keine Hinweise, daß das Virus über die Muttermilch zum Baby übertragen werden kann. Daher wird davon ausgegangen, daß die Vorteile des Stillens potentielle Risiken einer Übertragung auf den Säugling bei weitem überwiegen.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und wünschen Ihnen alles Gute und vor allem Gesundheit! Bei Fragen stehen wir selbstverständlich gern zur Verfügung.